Das Politikerforum
Jugendliche und Politik, dass sind keine Gegensätze, die unvereinbar sind, es ist nur eine Frage wie Jugendliche mit politischen Themen konfrontiert werden. Zu diesem Fazit kamen die 11 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus CDU, FDP, FWG, Grüne, Linke und SPD die der Einladung des Kreisjugendrings Main Taunus e.V. zu einem Diskussionsforum am 14. November 2006 gefolgt waren.
Unter dem Thema „Jugendliche und ihrer (N)Einstellung zu politischer Mitbestimmung“ wurde frei von parteipolitischen Interessen darüber diskutiert, welche Faktoren dazu beitragen, dass sich Jugendliche immer seltener politisch engagieren, und welche Möglichkeiten es gibt diesem Trend entgegen zu wirken.
Hohe Leistungsanforderungen in Schule und Studium sowie die von Arbeitgebern zunehmend geforderte Flexibilität bezogen auf Arbeitsort und Arbeitszeit sind dabei nur einige Steine im Weg zum politischen Engagement.
Kritisch hinterfragt wurden auch die bestehenden und oft verkrusteten Strukturen in Gremien, Vereinen und Verbänden, die häufig abschreckend wirken. In diesem Zusammenhang erzählten die überwiegend jungen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker auch über ihre persönlichen Erfahrungen.
Ziel des Abends war aber nicht nur ein überparteilicher Austausch, sondern es sollte auch die Gelegenheit genutzt werden konkrete Projekte anzustoßen. Denn am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass dieses Thema noch nicht abschließend diskutiert wurde und man sich in ähnlicher Runde wieder treffen sollte. Darüber hinaus wurde der Vorschlag gemacht mit Hilfe des Kreisjugendrings 2007 ein Planspiel auf kommunaler Ebene zu initiieren, bei denen Jugendliche Kommunalpolitik hautnah miterleben können.
Fest steht, dass Jugend und politisches Interesse zusammen gebracht werden müssen, denn ohne Jugend ist kein Staat zu machen.